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Barcodes

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Impressum

       

Barcodes sind seit Jahrzehnten etablierte Kennzeichnungen auf Produkten aller Art, die maschinell gelesen (und dann natürlich weiterverarbeitet) werden können. Der erste Barcode wurde Anfang der Siebziger Jahre auf einer Verpackung angebracht (1974 auf einer Kaugummi-Packung). Einen ausführlichen Artikel über die verschiedenen Barcode-Arten findet man in der Wikipedia. Barcodes können mit geeigneten Lesern auf Entfernungen von über 10 Metern erfasst werden.

Bezüge zwischen Barcodes und Datenfunk sind u.a.

  1. Das Lesen standardisierter Barcodes und die anschließende, möglichst schnelle Übertragung per Funk zum weiterverarbeitenden Rechner. Und ggf. die Auslieferung einer Antwort an das mobile Gerät.
  2. Es wurden Barcodes entwickelt, die sich besonders eignen, um auf Handy-Bildschirmen dargestellt und von da gelesen zu werden. So werden viele Handy-Ticket-Lösungen implementiert, z.B. Fahrkarten-Handy-Lösungen. EMS, Smartmessages und vor allem MMS sind geeignete Träger, um Barcodes auf Handys zu bringen. Aber auch SMS mit einem Link auf eine (für Mobile optimierte) Webseite.
  3. Eine besondere Kategorie sind Barcodes, die optimiert wurden, damit Anwendungen in Kamera-Handys diese Barcodes lesen und weiterverarbeiten können.

Barcodes und -Anwendungen für Tickets auf Handy-Bildschirmen

In vielen Anwendungsfällen nimmt man mit der Handy-Kamera einen Code auf, eine Anwendung wertet den Code aus und startet z.B. den Browser mit einem direkten Link zu weiteren Produkt-Informationen oder einem Produkt-Vergleich. Oder lädt eine Seite mit Bestell-Mögllichkeit für ein entsprechend gekennzeichnetes Produkt.

Man unterscheidet zwischen direkten und indirekten Codes. Bei direkten Codes ist die darzustellende Information direkt im Barcode codiert. Z.B. eine Visitenkarte. Bei indirekten Codes wird entweder die aus dem Barcode extrahierte Information an einen Server übertragen und dort eine Reaktion ausgelöst. Oder es wird auch der Barcode selber übertragen und nicht im Handy sondern erst von einer zentralen Anwendung decodiert.
Wenn Indirekte Codes z.B. als Eintrittskarten für eine Veranstaltung zum Einsatz kommen, müssen sie nicht unbedingt online verifiziert werden, wenn der Scanner eine Liste aller gültigen und noch nicht gescannten Codes für die Veranstaltung hat; mehrere Scanner müssen ggf. miteinander vernetzt sein, damit ein Barcode nicht von mehreren Personen an verschiedenen Eingängen verwendet werden kann …

  • Gavitec AG - mobile digit stellt Barcode-Leser her, die Barcodes vom Handy-Display ablesen können. Die Barcodes werden per EMS, Smartmessage oder MMS verschickt und sind z.B. als Eintrittskarte oder Coupon gültig. Umgekehrt geht es auch: "Lavasphere for Smartphones" ist eine Symbian-Anwendung für Series 60 Kamera-Phones, die in Bildern und sogar im Video-Live-Stream (im Preview, ohne ihn als Video abzuspeichern) Barcodes identifizieren und weiter verwenden kann.
  • conVISUAL conVISUAL ist ein Dienstleister, der die 2D-Barcodes dann als Messages verschickt, in Formaten wie EMS, MMS, SmartMessage und anderen Formaten, die die verschiedensten Terminals "verstehen". Eine große Terminal-Capability-Datenbank und ausführliche Tests sind die Grundlage dafür.
  • Alatto - irischer Anbieter von Ticket- & Barcode-MMS-Anwendungen (und Messaging-Lösungen)

Integration von Handy-Kameras

  • Nokia stellte im Herbst 2004 einen Prototyp eines Handys vor, das auch ein RFID-Lesegerät ist. Basis: das Nokia 5140.
  • SonyEricsson hatte 2002 einen Barcode-Leser von AirClic als Ansteck-Lösung für viele der Handys im Portfolio.
  • i-nigma ist eine Software von 3GVision, mit der man 2D-Barcodes wie Data Matrix (Europa und Amerika) oder QR (Japan) mit einem Handy lesen kann, und z.B. gleich per Browser-Integration zu einer zugehörigen Webseite verbinden kann.

Beispiele für Barcodes, die mit Handy-Kameras oder durch Kameras vom Handy-Bildschirm erfasst werden

Die wichtigsten Formate für zweidimensionale Barcodes sind QR, Datamatrix und Aztec. Dazu kommen noch die eindimensionalen EAN-Codes, die aber gar nicht so leicht zu lesen sind - die eng beieinander liegenden Striche und die kaum vorhandene Fehlerkorrektur-Information machen es schwierig. Daneben haben viele Firmen eigene Formate definiert, die zwar bei Promotionen funktionieren, aber derzeit alle als Nischen-Produkte betrachtet werden müssen; unten sind einige Beispiele für solche proprietären Codes.

QR codes sind ein besonders in Japan weit verbreitetes Format. Diese QR-Codes (QR = "quick response") findet man da auf fast jedem Plakat, in Zeitungsanzeigen, auf Produkt-Verpackungen und an allen möglichen anderen Stellen. Ein hoher Prozentsatz der japanischen Kamera-Handys hat ein Lese-Tool für diese Codes vorinstalliert.
zum V2R Visitenkarten-Leser für iOS im AppStore
Beispiel eines QR-Codes (dieser führt zum iOS AppStore, zur App "V2R Visitenkarten-Leser").

EAN-Codes (EAN = European Article Number) ist zwar noch eine akzeptierte Abkürzung. "EAN" kommt auch in den entsprechenden Code-Bezeichnung vor (EAN8, EAN13, EAN128 und andere). Seit 2009 sollte man aber eigentlich nur noch von GTIN (Global Trade Item Number) sprechen.
EAN Barcode der CD Imarhan der gleichnamigen Tuareg-Rock-Band
Beispiel eines EAN-Codes (dieser identifiziert die CD "Imarhan" der gleichnamigen Tuareg-Rock-Band).

Einen interessanten Vergleich zwischen den alten Strich-Codes und den aktuellen zwei-dimensionalen Matrizen bezüglich Verwendung auf Handy-Bildschirmen und Übertragung per SMS findet man bei Gavitec - mobile digit. Da findet man auch Beispiele für die verschiedenen zwei-dimensionalen Codes.

In Japan ist aus der nüchternen Welt der Barcodes ein richtiger Kunst-Zweig entstanden, wie einige Beispiele auf dem Blog Maniac Lizard zeigen. Info über QR-Codes in Japan gibt es auch auf der Seite "Mobiles Marketing mit QR-Codes" von Eurotechnology.

dba-Barcode   PicTicket-Barcode   Semapedia-Barcode   BeeTagg-Code
     
Eincheck-Information der Deutsche BA (dba) im März 2006 (CeBIT-Demo); Versand erfolgt per MMS; so kann in einer Message sowohl der Barcode als auch die entsprechende von Menschen lesbare Eincheck-Information übertragen werden.   PicTicket als Eintrittskarte für einen Mobile Monday, Nummer xx2677631; also ein direkter Code   Semapedia-Darstellung des Links "http://de.wikipedia.org/wiki/Barcode" zum Artikel über Barcodes; Semapedia-Codes zeigen immer auf Einträge in der Wikipedia   BeeTagg "Barcode-Info auf Dafu" mit der URL "http://www.dafu.de/ praxis/barcode.html"

besondere Barcode-Formate

  • BeeTagg-Codes wurden von der connvision AG entwickelt und seit Mitte 2006 vermarktet. Der Code ist außerdem markenfähig und kommuniziert schon vor dem Anklicken mit dem Anwender - in der Mitte kann sich eine Grafik befinden, z.B. ein Firmen-Logo oder ein Produkt-Bild.
  • PicTicket ist ein Produkt von MATRIX Solutions. Sie verschicken z.B. die Eintrittskarten zum Mobile Monday, für die NOKIA Night of the Proms 2007, die Monrose-Tour im Frühjahr 2007 und sehr viele andere Konzerte seit 2005.
  • Semapedia hat das Ziel, die Wikipedia mit der realen Welt zu verknüpfen. Die Technik eignet sich zwar natürlich, jede URL darzustellen, aber es werden nur Wikipedia-Links akzeptiert, denn: "Wo immer ein Semapedia-Tag ist, soll auch Wikimedia-Inhalt erwartet werden können." Die Weiterleitung geht über Semapedia.org und nicht direkt zur Wikipedia-Seite, denn die hätte mit vielen Handy-Browsern Darstellungs-Probleme.
  • Und nochmal der Hinweis auf die Beispiele für Barcode-Kunst auf dem Blog 'Maniac Lizard'

weitere Beispiele für den Einsatz von Barcodes in Funk-Lösungen

Hilfe zur Selbsthilfe

  • Das iec16022 project entwickelt freien Code für die Erstellung von 2D-Barcodes.
  • Für den Code39-Strichcode (der Name kommt vom Zeichen-Vorrat von 39 Zeichen: Zahlen 0..9, Großbuchstaben A..Z, Punkt, Komma, dem Begrenzungszeichen *) kann man sich bei Logitogo einen kostenlosen Font für Windows herunterladen. Der Code39 hat für den Einsatz als Font den Vorteil, dass er auch ohne Prüfziffer auskommt. Man kann ihn also einfach schreiben, den Barcode-Font auswählen und dann drucken.

In 2001 erschien der Cartoon Zebra-Kassierer von Nichtlustig.