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Praxis

RFID - Radio-Frequency Identification

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Impressum

       

Auf dieser Seite wird die Technik von RFID beschrieben, und auch eine kritische Betrachtung zur Verwendung von RF-ID in der Praxis angestrebt.

RFID-Chips sind meistens passive Komponenten, die ein anliegendes Magnetfeld durch Induktion modulieren. Je nach verwendeter Frequenz können Lesegeräte Daten aus einer Entfernung von wenigen Zentimetern bis zu einigen Metern auslesen. Daraus ergeben sich auch unterschiedliche Verwendungen. Z.B. zur Warenverfolgung in Lagern, zur Erfassung im Einkaufswagen im Supermarkt, oder bei Ticket-Lösungen wie einem Ski-Pass. Eine wichtige Anwendung ist auch die Kennzeichnung von Haustieren. Denen kann ein RFID Chip unter die Haut implantiert werden, und dann können entlaufene und gestohlene Tiere sicher identifiziert werden.

Falls, wie angedacht, RFID-Chips in Euro-Geldscheinen verwendet werden, muss sichergestellt sein, dass niemand aus der Entfernung die Tags des Bündels in meinem Portemonnaie auslesen und so feststellen kann, ob es sich lohnt, mich zu überfallen. Ähnliche Bedenken gelten bzgl. meines Passes, es geht niemanden an, welche Arzneimittel ich verwende, ich muss selber bestimmen können, wann ein Unternehmen mich anhand meiner Kundenkarte identifizieren kann, ...

Wie alle Seiten auf Dafu wird auch diese Seite naturgemäß nie vollständig sein. Was auf dieser Seite noch fehlt: die verschiedenen Typen (Frequenzen, Datenmenge, Read-only, Read/Write, mit µC, ...), RFID-Lesegeräte, zugrunde liegende Standards (ISO 11784/11785), ID-Vergabe (weltweit eindeutige Identifizierung, egal welcher Hersteller, wie es bei IMEIs und MAC-Adressen organisiert ist) , Infos zu Techniken mit denen man das (unbefugte) Auslesen von RFID-Informationen verhindern kann, Infos zu Transpondern, wie empfindlich sind RFID-Chips, usw. ... Feedback und Informationen sind willkommen an info@dafu.de.


    Organisationen, die sich mit RF-ID beschäftigen
     
  • Die 2003 gegründete Bridge - Stiftung "Bürgerrechte in der digitalen Gesellschaft" - förderte 2004 die Entwicklung eines "RFID-Schnüffelchip-Detektors"
  • CASPIAN - Consumers Against Supermarket Privacy Invasion and Numbering; eine Gruppe, die sich u.a. kritisch mit RF-IDs auseinander setzt
  • EPCglobal
  • Foebud - deutsche Übersetzung für das RFID-Positionspapier von CASPIAN, mit vielen weiterführenden Links
  • SAL-C - Smart Active Labels Consortium; Ziel dieses Verbands ist es, die RFID-Technik voran zu bringen

    einige Firmen, die die RF-ID-Chips herstellen oder in ihren Produkten verwenden
     
  • Atmel
  • Hitachi stellte Mitte 2001 den µ-chip vor, der im 2,45 GHz Bereich arbeitet, nur 0,4 x 0,4 mm² klein ist und 128 Bit ROM hat. Die Aussage "High guarantee of authenticity by applying encryption technology to the 128 bit of identification information" beantwortet allerdings nicht die Frage, wie groß ist die Wahrscheinlichkeit ist, dass eine bestimmte ID existiert. Dafür müssten Informationen über den Algorithmus veröffentlicht werden, der in der Presse-Mitteilung erwähnt wird …
  • IBM
  • Infineon
  • Intermec
  • Matrics - RF-ID Tags, Leser und Antennen
  • Motorola's RFID-Produkte werden jetzt von Indala vermarktet und weiterentwickelt.
  • Planet ID Lösungen für die Kennzeichnung von Tieren in der Landwirtschaft (Nutztier-Kennzeichnung), reiskorngroße Tiertransponder für Haustiere (herrenlose Tiere können identifiziert und in einer Datenbank wie ifta, DTB oder Tasso gefunden werden), auch Industrie (Wegfahrsperren), Zutrittskontrollen
  • identWERK - RFID und Barcodelösungen
  • Tectus - RF-ID-Produkte und GPS Navigations-Lösungen
  • Texas Instruments entwickelte dünne, waschbare RFID-Tags mit 2 kBit Speicher, die sich zum Einsatz in Kleidung eignen.
  • Thax hat das Local Positioning System "Findentity" entwickelt, ein System zum leichten Finden und Identifizieren von Akten, Büchern und anderen Gegenständen mittels RFID; Einsatz z.B. in großen Büros; zusätzlich zu der Information auf einem PC-Bildschirm kann ein Lichtstrahl die Akte (oder einen anderen Gegenstand) direkt anstrahlen; interessant nicht nur für Anwaltskanzleien.

    Einsatz von RF-ID-Chips in der Praxis
     
  • Die Europäische Zentralbank überlegt, RFID Tags in Euro-Banknoten zu verwenden, um die Fälschungswelle einzudämmen. Grundsätzlich eine zu begrüßende Idee, aber es muss auch untersucht werden, wie weiter gewährleistet werden kann, dass anonymes Bezahlen möglich bleibt. Mehr dazu ein einem Telepolis-Artikel vom 26.12.2001.
  • Wie man korrekt über die Verwendung von RFIDs (in Verpackungen) informiert, zeigt z.B. der Notebook-Hersteller Toshiba
  • Es war geplant, die Tickets für die Fußball-WM 2006 mit RFID-Tags zu versehen.
  • Die METRO Group setzte auf den Einsatz von RFID-Technologie als Ersatz für Barcodes zur Optimierung von Warenfluss und Erfassung von Einkäufen in ihren Futurestores.
    • Man hat die Bedenken der Kunden gegen diese Technik ernst genommen und kennzeichnete Stellen, wo RFID im Future Store eingesetzt wird. Weiter klären Informationsmaterial und ein Info-Terminal die Kunden über das Thema RFID auf. Natürlich gibt es Infos über RFID auch online.
    • Den Kunden steht ein so genannter De-Activator am Ausgang des Markts zur Verfügung, der den auf dem Chip gespeicherten Nummerncode mit Nullen überschreibt. Dazu stellt der Kunde die gekaufte Ware auf eine Auflage mit integriertem RFID-Reader. Die Tags werden automatisch eingelesen und der gespeicherte Zahlencode erscheint auf einem Display. Mit einem Tastenklick deaktiviert der Kunde die Daten. Diese Funktionalität wurde durch die METRO Group entwickelt und kam erstmalig 2003 in Rheinberg (Deutschland) zum Einsatz.
    • Weitere Aussagen auf den Metro-Seiten sind aber weniger beruhigend:
    • "Außerhalb des Markts verliert der Tag seine Funktion, da keine Verbindung zur Datenbank der METRO Group mehr besteht." Das kann nur bezüglich Verwertung durch die Metro gelten; ein Auslesen ist jederzeit möglich, wenn sich ein RFID-Chip in Reichweite von kompatiblen Scannern befindet, der nicht deaktiviert wurde. Es stellt sich die Frage, wie aufwendig die Deaktivierung für den Kunden ist. Wenn jede eingekaufte Ware in einer bestimmten Orientierung auf den De-Aktivator gelegt werden muss, ist der Aufwand zu hoch. Wenn aber die Waren auf einem Band einfach an dem De-Aktivator vorbeigeführt werden, scheint mir das akzeptabel zu sein.
    • "Eine Verknüpfung mit persönlichen Kundendaten ist zu keiner Zeit möglich." Das muss der Kunde wohl einfach glauben.
    • Die METRO Group engagiert sich mit anderen Unternehmen aus der IT und Konsumgüterindustrie sowie anderen Handelsunternehmen in der Initiative EPCglobal, um langfristiges Vertrauen in die RFID -Technologie schaffen und weltweit gültige Standards für RFID festlegen.
    • Microsoft ist ein wichtiger Unterstützer des Future-Stores. Hier die Pressemitteilung "Microsoft tritt der Future Store-Initiative der METRO-Group bei" vom 12.01.2004.
    • Dass die Befürchtungen bezüglich Datenschutz nicht unbegründet sind, zeigen die letzten Meldungen vom Februar 2004. Z.B. in den Heise-News. Weder werden alle Daten gelöscht (ausgerechnet eine eindeutige Seriennummer bleibt erhalten), noch sind die ID-Tags vor Veränderungen geschützt. Bevor das eine akzeptable Lösung wird, muss noch einiges nachgebessert werden …
  • Microsoft informiert über Wireless in the Store. Ein Artikel über RF-ID: The Little Chip That Will Change Your Supply Chain Forever
  • Pfizer plant, in den USA die Viagra-Packungen mit RF-ID-Technologie auszustatten. Hier die Presse-Mitteilung vom 15.11.2004.
  • Die britische Supermarkt-Kette Tesco erfasste Kunden mancher Produkte in einer Niederlassung in Cambridge fotografisch und gleicht die Fotos mit weiteren ab, die an der Kasse gemacht werden (Quelle: Guardian)
  • Der Verichip ist kleiner als ein Reiskorn und kann einem Menschen (und natürlich auch Tieren) unter die Haut implantiert werden
  • Das Verteidigungs-Ministerium der USA
  • Wal-Mart hatte mit seinen 100 wichtigsten Zulieferern vereinbart, zukünftig die Barcodes durch RFID-Chips zu ersetzen.

    weitere Infos zum Thema
     
  • In den News des Heise-Verlags wird regelmäßig über RF-IDs berichtet. Beim Artikel "RFID Logistik kontra Datenschutz" ist eine umfangreiche Linkliste zu weiteren RF-ID-bezogenen Heise-Nachrichten.
  • Der Telepolis-Artikel "Wo Daten anfallen und gesammelt werden, werden Begehrlichkeiten geweckt" listet eine Reihe von nicht akzeptablen Szenarien auf, von denen die Befürworter von "RFID überall" unbedingt erklären sollten, wie geplant ist, sie zu verhindern.
  • Das FIfF hat schon 2006 eine wirklich lesenswerte Broschüre über RFID-Technik und ihre Risiken veröffentlicht.
  • Die RSA schlägt einen RFID-Blocker vor. Es wurde in Amerika als Patent 6970070 angemeldet. Lesen Sie zum Vergleich auch mal die Artikel Jamming Tags Block RFID Scanners von Wired oder die RFID Blockertag Analyse von Digitalcourage (früher: FoeBuD).
  • EPC steht für Electronic Product Code; beinhaltet neben der Produkt-Kategorie auch eine Seriennummer; Implementierung heute meistens per RFID
  • UPC - Universal Product Code; maschinenlesbare Codes, z.B. Barcodes oder RFID-Tags; identifiziert nur Objektklassen oder Produktkategorien, beinhaltet aber keine individuellen Seriennummern
  • Nokia stellte im Herbst 2004 einen Prototyp eines Handys vor, das auch ein RFID-Lesegerät ist. Basis: das Nokia 5140.

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