GSM-Hardware

1. Übersichts-Seiten der wichtigsten aktuellen Handy- und Smartphone-Hersteller

Alcatel, Amoi Electronics, Apple (iPhone), Bang & Olufsen, Benefon (bis 2004), BlackBerry (RIM), Danger (jetzt Microsoft), Fairphone, Garmin (nüvifone), Google (Nexus), HTC, Huawei, iida (Designerhandys in Japan, z.B. ein "Handy im Hund"; jetzt au (KDDI)), LG, Motorola, Nokia, OnePlus, Palm (Pre, Treo; 2010 von HP übernommen), Pantech, Sagem, Samsung, Sharp, Sony Mobile, Telit, Toshiba, Vertu, VK Mobile, ZTE, 4G Systems

2. ehemalige Handy-Hersteller

BenQ-Siemens (BenQ hatte 2005 die Handy-Sparte von Siemens übernommen und war dann schon in 2006 insolvent), Bosch, Ericsson (dann erst SonyEricsson, später einfach wieder Sony), HP, NEC, Philips, Sendo, Siemens, SonyEricsson,

Mittlerweile ist die Anzahl der Handys unüberschaubar, und alle bringen die verschiedensten Varianten von Datenfähigkeit mit. Allerdings sind SMS und USSD die einzigen Datenübertragungs-Techniken, die garantiert in jedem heutigen Handy zu finden sind. Bei allen anderen Techniken (WAP, GPRS, EDGE, UMTS, HSDPA, HSUPA, Infrarot, Bluetooth, EMS, MMS, GPS, ... ... ...) orientiert man sich am besten auf den Hersteller-Seiten.

Weitere Informationen und vor allem auch Vergleichs-Möglichkeiten zwischen Handys verschiedener Hersteller findet man auf Seiten wie der Handy-Galerie auf heise mobil oder bei Skyynet.

3. zur Geschichte der GSM-Datenübertragung

Kennen Sie alle diese Geräte? Einige sind schon über 20 Jahre alt.

           9 Datenhandys: (vlnr) Motorola E1000, Ericsson T68i, SonyEricsson T610, Panasonic GD 93, Ericsson R320, Nokia 7110, Nokia 2110, Siemens S3, Siemens S1 ('Marathon')

Zum Start der GSM-Datenübertragung 1994 war diese mit den Handys und PC-Cards zweier Hersteller von Anfang an mit 9.600 bps möglich. Diese beiden sind Nokia und Siemens. Für das Siemens S1 gab es die von Dr. Neuhaus entwickelte Gipsy-Karte, für das Nokia 2110 die Nokia Cellular Data Card.

Alle anderen Hersteller schafften es erst wesentlich später, eine funktionierende Lösung zu entwickeln. Einige konnten Daten zuerst nur mit 2.400 bps übertragen. Die Anschaffung so einer Karte sollte man nur in Betracht ziehen, wenn man das Handy bereits hat und der Hersteller eine kostenlose Nachrüstung auf 9.600 bps garantiert. Mit 2.400 bps kosten nämlich jede Datenübertragung fast das vierfache gegenüber 9.600 bps (nur fast, da die Zeit bis zur Herstellung der Verbindung gleich lang ist). Heute ist aber eine Rate von 9.600 selbstverständlich. Ich glaube, daß es heute gar keinen Anbieter mehr für langsamere Karten gibt. Und mit proprietären Protokollen ist sogar eine noch höhere Datenrate möglich. So kann AVM 12.000 bps übertragen, wenn sich auf der Gegenstelle eine AVM-ISDN-Karte (B1-Controller mit GSM-Firmware) befindet. Dazu kommt, daß die Verbindung per ISDN schon nach 2 Sekunden steht, während das bei analogen Verbindungen über 20 Sekunden dauert. Diese Zeit muß aber schon bezahlt werden... Durch die kürzeren Verbindungszeiten kann je nach Menge und Häufigkeit der Datenübertragungen schnell eine Summe eingespart werden, die bei einer Umstellung auf ISDN fällig ist. Bei einer Neuanschaffung ist die Rechnung noch viel günstiger.

Seit ca. 1999 ist es ein normales Feature, daß ein Handy eines Markenherstellers per PC-Card, seriellem Kabel oder USB-Kabel an ein Notebook oder einen PDA angeschlossen werden kann, oder dass es per Infrarot oder Bluetooth verbunden werden kann.

Ende der 1990'er konnten viele PC-Card-Modems auf GSM-Funktionalität aufgerüstet werden. Aber da die Handy-Hersteller ihre Schnittstelle nicht standardisiert haben und auch das darüber ablaufende Protokoll meistens nicht offenlegen, können die verschiedenen PCMCIA-Modems jeweils nur mit unterschiedlichen Handys gekoppelt werden. So hat Nokia die Lizenz 1997 nur an die Firmen COM1, Psion und TDK verkauft. Andere Firmen, die für ihr PC-Card-Modem auch Upgrade-Kits für Nokia-Handys anbieten, haben das per Reverse Engineering erreicht.

Zu den Herstellern von PCMCIA-Modems, für die es GSM-Upgrade-Kits (bestehend aus Kabel, neuer Firmware und ggf. Software) für verschiedene Handy-Modelle gibt, gehör(t)en COM1, Dr. Neuhaus (die Fury-Karten werden nicht mehr vertrieben), ELSA, Hotline (war eine Marke von RFI, später Anycom), Intel, Option, Psion (Dacom), TDK, (Xircom ist jetzt Intel) und einige andere.

Mittlerweile sind PC-Cards wieder aus der Mode gekommen. Der Stand der Technik sieht vor, daß man das Handy auch ohne teure Karte, stattdessen mit einem wesentlich günstigeren seriellen oder USB-Kabel, oder per Infrarot oder Bluetooth anschließen kann. Dazu muss entweder das Handy über ein eingebautes Modem verfügen, oder auf dem PC oder PDA ein Soft-Modem wie z.B. von Option oder TDK installiert sein.

 Einige der ersten Handys mit eingebautem Modem waren:

 Benefon ESC, Q, Twin
 Ericsson R320s, R520, T68m
 Maxon MX-6890, MX-6836/6837, MX-7810
 Motorola Timeport 280, V.50
 Nokia 6090, 6210, 6250, 6310, 7110, 7650, 8210, 8310, 8850/8890, 9210
 Panasonic GD93, GD95, GD75
 Philips Xenium 9@9, Ozeo 8@8, Fisio 318Az@lis 288
 Samsung SGH-N100, SGH-Q100, SGH-A110, SGH-A300
 Siemens C35i, M35i, S35i, S40, SL42, S45, C45, SL45, SL45i
 .....

 Einige der ersten Handys mit Infrarot-Schnittstelle waren:

 Ericsson MC218, R320s, R520, T68m
 Nokia 6210, 6250, 7110, 7650, 8210, 8850/8890, 9210
 Siemens S35i
 .....

Für reine Datenübertragung gibt es PC-Cards, die das GSM-Modul (heute normalerweise ein UMTS-Modul)enthalten. Aus dem PCMCIA-Steckplatz schaut ein größeres oder kleineres Stück der Karte heraus, an dem eine Antenne steckt. Um die Empfangsqualität zu verbessern, kann an manche Karten eine externe Antenne angeschlossen werden. Solche Karten gibt bzw. gab es von Alcatel, Anycom, Ericsson (u.a. GC 25), Motorola, Nokia (das Card Phone), Option (2003: Hersteller der Vodafone Mobile Connect Card; auch das FirstFone), Novatel Wireless, Option, PC-Card (aus Schweden; hatte die GSM-PC-Card "V.DOT GSM" im Programm; diese Firma gibt es nicht mehr), und Sierra Wireless. Auch Temic hatte mal ein PCMCIA-Handy entwickelt, und suchte jemanden, der es zur Serienreife bringt und produziert.

           Vodafone Mobile Connect 3G/GPRS datacard

Und wenn Sie so eine PC-Card mit einem älteren Notebook oder einem Desktop ohne PCMCIA-Steckplatz nutzen wollen? Auch dafür gibt es das passende Zubehör: den CardHost von PC-Card (oder - hoffentlich - ein Nachfolge-Produkt, denn diese Firma gibt es nicht mehr). Der CardHost wird an die serielle Schnittstelle angeschlossen, die früher praktisch jeder PC hatte. Er nimmt eine serielle PC-Card (Modem, ISDN, GSM, RDS, GPS) auf und holt sich den dafür benötigten Strom aus der Tastaturschnittstelle des PCs.

Heute ist USB die verbreitetste Standard-Schnittstelle, praktisch jedes Handy kann per USB geladen werden und Daten mit einem PC oder ähnlichem austauschen.

SMS kann man mit praktisch jedem heute erhältlichen Handy versenden und empfangen. Mir ist keins bekannt, das SMS nicht beherrscht. Für den SMS-Versand in größerem Stil sollte aber eine Anbindung an einen Computer, Notebook oder PDA möglich sein, das Eintippen der SMS und Empfänger-Nummern am Handy wird nämlich sehr schnell lästig. Also fragen Sie vor einer Anschaffung ggf. nach der mitgelieferten oder zum Download angebotenen Software. Mit T9 und ähnlichen Techniken wurde die SMS-Eingabe deutlich bequemer. Oder mit einer an das Handy anzuschließenden Tastatur wie dem Chatboard von Ericsson. Zwei von dessen 49 Tasten sind SMS- und Mail-Taste. Klar, wofür die gut sind... Auch Motorola hat etwas in dieser Produkt-Kategorie: Ende 2000 kam mit dem V.100 ein Text-Gerät, das mit einer kleinen kompletten Tastatur besonders für SMS geeignet ist.

Bereits 1995 wurde auf der "Telecom" in Genf gezeigt, daß es technisch möglich ist, mit einer handelsüblichen Nokia Cellular Data Card mit einer noch wesentlich höheren Geschwindigkeit Daten zu übertragen. Damals wurden 56.800 bps realisiert. Kurz später zeigte Ericsson DÜ mit der vollen ISDN-Geschwindigkeit von 64 Kbps. Diese Geschwindigkeiten waren in den damals bestehenden Mobilfunk-Netzen nicht möglich, sondern nur in speziellen Test-Umgebungen. HSCSD, GPRS und UMTS sind die Standards für höhere Datenraten. Die Netzbetreiber haben ihre Infrastruktur mittlerweile aufgerüstet. Alle deutschen Netzbetreiber haben GPRS im Laufe von 2001 eingeführt. HSCSD wurde von E-Plus auf der CeBIT ´99 gezeigt, im Netz wurde es im Herbst ´99 eingeführt; seit Anfang 2000 werden auch die zur Nutzung dieser Technik erforderlichen Nokia Card Phones 2.0 ausgeliefert. Im Vodafone-Netz kann man HSCSD seit dem Sommer 2000 nutzen. Die anderen deutschen Netzbetreiber bieten kein HSCSD an. Die Versteigerung der UMTS-Lizenzen wurde im August 2000 durchgeführt. Ab 2003 waren die ersten UMTS-Zellen on air, damit die Investitionen so schnell wie möglich wieder hereingeholt werden können...

Auf den Seiten von World of PPC und the::unwired wird gut beschrieben, wie man die verschiedenen Handys per Kabel, Infrarot, PC-Card oder Compact-Flash-Card mit PDAs, Smartphones, Pocket-Windows- und Windows-CE-Rechnern koppelt.

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