Was braucht man, um mit den diversen Handys Daten zu übertragen?

Zuerst wurden PC-Cards, serielle Kabel und Infrarot-Schnittstellen verwendet, um die Daten- und Fax-Funktionen von Handys nutzen. Längst sind USB und Bluetooth dazugekommen. Auf dieser Seite werden an konkreten Produkten jeweils nur die ersten Handys genannt, die die entsprechende Technologie angeboten haben.

Bei PC-Cards gibt es dedizierte Karten der Handy-Hersteller, GSM-Modem-Kombikarten und andere wie z.B. die GSM-ISDN-Kombikarte M2 von AVM (für einige Siemens-Modelle) oder Dr. Neuhaus´ Gipsy-Card, ebenfalls für Siemens-Handys und baugleiche wie Sony.

Seriell wird z.B. das 8110 von Nokia mit Hilfe der Nokia Cellular Data Suite angeschlossen. Auch die Modelle 5110 und 6110 werden per seriellem Kabel angeschlossen. Beim 6110 kann man nach der Installation der Data Suite je nach PC- / Notebook-Fähigkeit auch über die Infrarot-Schnittstelle kommunizieren. Das Kabel ist für die Installation erforderlich. Bei Siemens konnte als erstes das S10D seriell angesteuert werden. Besonders interessant ist das zusammen mit AVMs Fritz!GSM. Auch einige Bosch-Handys wurden oer seriellem Kabel angeschlossen: das Worldcom 908 und das GSM 909 Dual S. Bei Bosch hieß dieses Kabel "Data Interface-Kabel". Auch einige Sagem-Modelle haben die Modem-Funktionalität eingebaut die mit einem seriellen Kabel nutzen.

Zu den Handys, die (oft erst nach der Installation über ein Kabel) per Infrarot von Notebooks, PDAs und Organisern angesprochen werden können, gehören das Nokia 8810, Communicator 9110 und 7110, Siemens S25 sowie das Ericsson SH888 (alle MSIR 2.0 kompatibel). Das Nokia 6110 erfordert am PC einen physikalischen COM-Port und arbeitet daher nicht mit Notebooks zusammen, bei denen die IR-Schnittstelle virtuell vom Betriebssystem (Win98; bei Win95 ggf. über Treiber des Notebook-Herstellers) realisiert wird.

Die Ericsson-Handys der 6er- und 7er-Reihe konnte man mit einem kleinen Steckmodul, dem DI 27, um eine IR-Schnittstelle erweitern und vom Notebook aus direkt ansprechen.

Die ersten Testmuster von Bluetooth-Handys (ein modifiziertes Nokia 6110, das mit einem in ein Toshiba-Notebook (Tecra 8000) eingebauten Bluetooth-Modul angesprochen werden kann), wurden schon auf der CeBIT 1999 gezeigt. Dort wurde außerdem ein Ericsson-Handy gezeigt, an das anstelle des IR-Moduls ein Bluetooth-Modul gesteckt wurde. Heute sind sehr viele Handys mit Bluetooth ausgestattet.

USB-GSM-Adapter sind mittlerweile Stand der Technik. Besonders mit der Verbreitung neuer High-Speed-Standards (GPRS, EDGE und vor allem UMTS und HSDPA) ist diese Schnittstelle sinnvoll, um die höheren Datenraten mit einer quasi ubiquitären Schnittstelle mit Notebook oder PDA auch zu nutzen.

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