Messaging in GSM-Netzen

Lange Zeit war die SMS die einzige Möglichkeit, Nachrichten über GSM-Netze zu verschicken. Mittlerweile gibt es aber eine ganze Menge von Alternativen dazu. Um die verschiedenen Nachfolger der SMS zu vergleichen, kann man die verschiedenen Text-Verarbeitungen unter Windows heranziehen. Die SMS entspricht dem, was man mit dem Notepad machen kann: einfache Texte begrenzter Länge, ohne Formatierungen. Die nächste Stufe ist das Wordpad. Hier gibt es einige Formatierungen und es können auch Grafiken eingebunden werden. Das ist vergleichbar mit den Möglichkeiten von Nokias Smart Messages, EMS und Magic4-Nachrichten. Und die höchste Stufe ist die Multimedia-Nachricht (MMS), die man in etwa mit Winword- oder PowerPoint-Dateien vergleichen kann. Oder eigentlich am besten mit MIME-E-Mail. Es können Text, Bilder, Töne und auch Video-Sequenzen übertragen werden. Andere Datei-Typen sind nicht standardisiert und werden daher von den Netzbetreibern oft nicht erlaubt. Die Größenbeschränkung liegt meistens bei 300 kB. Sie ist durch den Netzbetreiber, Gerät, MMSC-Konfiguration und Gateways vorgegeben. Der OMA-MMS-Standard erlaubt je nach Klasse bis zu 1 MB.

Dann gibt es noch WAP-Push, was im Ergebnis für den Anwender der EMS recht ähnlich ist, auch wenn eine ganz andere Technik dahinter steht. Und natürlich Übergänge von SMS und MMS zu E-Mail und umgekehrt. Bei MMS ist im Standard explizit vorgesehen, daß die Adressierung außer über die Telefon-Nummer auch über eine Mail-Adresse erfolgen kann.

SMS ist in Deutschland seit dem Juni 2001 nicht mehr auf GSM-Geräte beschränkt. Festnetz-SMS wird von Materna gemeinsam mit Siemens sowie von der Telekom angeboten. Weitere Anbieter und Hersteller stehen in den Startlöchern.

Unter dem Thema Messaging werden auf Dafu auch die SMS-Info-Dienste behandelt.

Meistens denkt man bei Kurznachrichten an die 160-Zeichen-SMS in GSM-Netzen. Aber kurze Textnachrichten kann man auch in fast allen anderen Netzen übertragen: TDMA, CDMA, PDC, DataTAC und Mobitex, iDEN/Nextel, Tetra, analoger Bündelfunk, Satellitendienste (z.B. an Iridium-Teilnehmer kostenlos über ein Web-Formular), von Flugzeugen aus (Swissair, Austrian Airlines, auch Lufthansa), an Pager und auch im Festnetz. In vielen Fällen gibt es allerdings noch kein Gateway, das es erlaubt, Nachrichten von einem Netz in eins mit anderer Technik zu schicken :-(      Läßt sich aber alles programmieren. Ggf. nachfragen!

Wer sagt denn, dass es zur bidirektionalen Person-to-Person-Kommunikation nur SMS, MMS, IM und E-Mail gibt? Zlango hatte 2004 eine neue, Icon-basierte "Sprache" für Nachrichten entwickelt. Mit den in der ersten Version gut 200 Icons kann man alle Emotionen ausdrücken und sogar ganze Geschichten erzählen. Quasi textlose Texte erstellen. Es lohnt sich, mal die Beispiele auf der Webseite anzusehen. Für die Nutzung auf den Handy lädt man sich den freien Client. Der hilft, zwischen den Symbolen auch normalen Text einzuschieben, denn um eine Adresse zu schreiben, eignen sich Icons dann doch nicht. Es werden keine SMS erstellt; die Kommunikation erfolgt per GPRS.

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