GSM-Tarife

Wenn man sich für GSM entschieden hat, stößt man auf eine Vielzahl unterschiedlicher Tarife, die nicht gerade leicht miteinander zu vergleichen sind. Im Prinzip ähneln sie sich schon: einmalige Anschlussgebühr, monatliche Grundgebühr, manchmal monatlicher Mindestumsatz, Gesprächsgebühr mit unterschiedlichen Taktzeiten und auch je nach Tageszeit unterschiedlich, Mindestumsatz, Flatrate, Aktionstarife, Gebühren für Kurznachrichten (viele Netzbetreiber bieten zum reinschnuppern manche Infodienste zeitweise kostenlos an), Kosten für Vertragsänderungen (anderer Tarif etc.), ...

Da andere Anbieter im Internet sich sehr viel Mühe machen, diese Gebühren für jeden Anbieter ständig aktuell zusammenzustellen, liefere ich hier nur ein paar Links auf mir bekannte Angebote, und ansonsten allgemeine Hinweise, wie man selber einen Gebührenvergleich anstellt. Für verschiedene GSM-Tarife findet man diese Information ja noch leicht auf den Seiten der Netzbetreiber. Und einem Handy-Benutzer ist auch schnell klar, worauf er achten muss. Aber es gibt ja auch noch andere Datenfunk-Dienste. Haben Sie schon mal die Kosten eines leitungsorientierten wie GSM mit WLAN oder einem paketorientierten Netz wie GPRS oder UMTS verglichen? Da kann man schon gewaltige Fehler machen und sich um den Faktor 10 in der einen oder anderen Richtung verrechnen. Mehr dazu beim Thema Kosten-Nutzen-Analyse und auf Anfrage.

Bei den GPRS-Tarifen meint man vielleicht erstmal, dass einfach die Datenmenge berechnet wird. Es gibt aber eine Reihe von Fallstricken, und deswegen gibt es auf Dafu eine dedizierte Seite für die GPRS-Tarife.

Bei den Tarifen für WAP über CSD-Verbindungen ist es nicht so kompliziert. Es kommen entweder Minuten-Preise zur Anwendung, oder man hat eine Flatrate. HSCSD ist nicht viel komplizierter. Wenn dafür höhere Gebühren pro Zeittakt berechnet werden, sollte man sich überlegen, ob man von der höheren Übertragungsrate überhaupt profitiert. Wenn man nur auf dem Handy-eigenen Display arbeitet, ist der Vorteil eher subjektiv. Ob 5 kB (das ist für eine WAP-Seite ohne Grafiken schon viel) in 10 Sekunden oder 5 Sekunden geladen werden, macht eben 5 Sekunden aus. Wenn man dann auf dem Display liest und langsam scrollt und 20 Sekunden später die nächste Seite anfordert, zahlt man währenddessen für die Leerlauf-Zeit. Wenn man z.B. regelmäßig die aktuellen Abfahrtzeiten (Verspätungen...) während der Straßenbahn-Fahrt zum Bahnhof abruft, spielen diese Sekunden praktisch keine Rolle. Aber man sollte halt die gewünschte Seite bookmarken und nicht jedesmal über das Netzbetreiber-Portal und fünf Zwischenseiten dahin gehen. Im Fall der DB-Abfahrtzeiten muss man dann nur noch den Abfahrts-Bahnhof eingeben.

Besonders für Firmenkunden bietet sich eventuell auch ein Corporate WAP-Gateway an. Hier bestimmt der Besitzer selber, welche Einwahl-Infrastruktur er den Nutzern anbietet. Im einfachsten Fall ist das ein Router, der über einen Anruf in der Stadt des Firmensitzes erreicht wird. Mitarbeiter großer Unternehmen haben genau diese Vorwahl oft als "Best City" oder ähnliches eingestellt. Günstige netzinterne Tarife bieten Minuten schon ab 5 Cent an. Oder man greift zu einem der Flatrate-Tarife.

Beim Surfen per PC, wenn man das Handy (oder die Datenkarte) als Modem benutzt, ist HSCSD oft günstiger, denn die doppelte oder dreifache Datenrate kostet eben nicht doppelt oder drei mal so viel. Und bei den meistens deutlich größeren Datenmengen spart man auch nennenswert Zeit.

Links zu Gebühren-Vergleichern

Faktoren die man in einer Tarif-Vergleichs-Matrix berücksichtigen sollte

Telekommunikations-Tarife verändern sich sehr häufig. Daher sind alle Angaben auf Dafu (und bei jedem anderen Informationsanbieter) ohne Gewähr. Insbesondere werden sie nicht immer zeitnah aktualisiert, wenn ein Anbieter einen Tarif ändert, neu einführt oder nicht mehr anbietet.

Wenn Sie eine konkrete Entscheidung treffen wollen, informieren Sie sich bitte bei den in Frage kommenden Anbietern nach den dann geltenden Tarifen.

Last but not least - wenn es sich um ein größeres Projekt handelt, kann man mit praktisch jedem Anbieter noch verhandeln. Der GSM-Markt ist viel zu hart umkämpft, als dass das erste auch gleich das letzte Angebot sein wird. Aber: 10 Anwender sind noch kein großes Projekt ...

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