Amateurfunk und Packet Radio

Erstmal zur Frage, was ein Funk-Amateur eigentlich ist: Im deutschen Amateurfunkgesetz von 1997 steht: "Funkamateur ist, wer sich lediglich aus persönlichem Interesse und nicht in Verfolgung anderer, z.B. wirtschaftlicher oder politischer Zwecke, mit Funktechnik und Funkbetrieb befasst."

Die Funk-Amateure haben den Datenfunk in Form von Packet Radio schon lange vor der Existenz von GSM-Netzen entdeckt und nutzbar gemacht. Die Datenübertragung geht zwar nicht allzu schnell, aber dafür kostenlos. Na ja, nicht ganz kostenlos - wenn man kein Schwarzfunker ist, zahlt man Frequenznutzungsgebühren an die Bundeskasse (über die Bundesnetzagentur). Mehr dazu bei auf der BNetzA-Seite "Gebühren und Beiträge".

Als Betreiber einer Funkstelle ist man übrigens verpflichtet, eine Außerbetriebsetzung gegenüber der BNetzA anzuzeigen. Ansonsten werden weiter Gebühren fällig, selbst wenn man das Gerät längst verkauft oder verschrottet hat. Und da die Gebühren rückwirkend für einige Jahre erhoben werden, kann da einiges zusammen kommen …

Die Geschwindigkeit liegt bei 1.200 oder 9.600 bps. Als Protokoll wird AX.25 verwendet, ein speziell für den Amateur-Datenfunk modifiziertes X.25-Protokoll. Man kann TCP/IP-Verbindungen realisieren. Technisch ist es damit möglich, eine direkte Verbindung zum Internet herzustellen. Allerdings verbietet das Amateurfunkgesetz die Verbindung von Funkanlagen mit anderen Kommunikationsnetzen (diese Information ist von 2005 - gilt das immer noch?).

Inzwischen gibt es auch Datenraten bis zu 76.800 Baud, allerdings nur auf einem Kanal sowie zwischen den Netzknoten (braucht im Normalfall einfach zuviel Bandbreite, und die hat man im Amateurfunk meistens nicht).

Eine englische Informationsquelle ist die DXZone. Sie bietet eine riesige Menge an Informationen und Links zu allen Aspekten von HAM Radio, Kurzwellenfunk und CB-Funk.

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