welcher Mobilfunk-Standard nutzt welchen Frequenzbereich

Mobilfunk ist in Frequenzbereichen von wenigen KiloHertz (mit entsprechend niedriger Datenrate) bis zu einigen hundert Gigahertz möglich. Die folgende Tabelle listet die wichtigsten Standards, Netze und Techniken mit ihren Frequenzen, Sendestärken, Kanälen und Kanal-Abständen und Anmerkungen, z.B. Länderspezifika.
 
Technik Frequenz
(Uplink Downlink)
Kanäle Sendeleistung (Watt) Anmerkungen
GSM 450 U: 450.4 – 457.6 MHz
D: 460.4 – 467.6 MHz
35   bei allen GSM-Techniken ist der Abstand zwischen zwei Kanälen je 200 kHz
GSM 480 U: 478.8 – 486 MHz
D: 488.8 – 496 MHz
35    
GSM 900 U: 890 – 915 MHz
D: 935 – 960 MHz
124 bis 2 W, Auto­Telefone bis 8 W  
Extended GSM 900 U: 880 – 915 MHz
D: 925 – 960 MHz
124 + 49   schließt GSM 900 ein
GSM 1800 U: 1710.2 – 1785 MHz
D: 1805 – 1880 MHz
374 bis 1 W  
GSM 1900 U: 1850.2 – 1910 MHz
D: 1930 – 1990 MHz
299    
GSM-R U: 876 – 915 MHz
D: 921 – 960 MHz
124 + 69   dediziert für Eisenbahn-Anwendungen
DECT 1,88 - 1,90 GHz 10 Frequenzen mit
je 12 Timeslots
10 mW, Peak 250 mW Reichweite 300 m, mehrere km möglich
Wireless LAN 2.4 GHz und 5.8 GHz   ca. 50 mW bis 100 mW gebührenfrei
HiperLAN       gebührenfrei
Bluetooth 2.402 – 2.480 GHz 79 Kanäle mit Frequenz­Hopping in 1 MHz Abstand 1 mW (100 mW) 22 Kanäle überschneiden sich mit Wireless LAN; 100 mW für 100 m Reichweite; gebührenfrei
HomeRF 2.4 GHz     wurde nicht fertig standardisiert, sondern eingestellt …
Paging verschiedene     Eurosignal 87 MHz
Cityruf 466 MHz
Tetra 380 – 470 MHz     70-cm-Band
Bündelfunk analog U: 410 – 420 MHz D: 420 – 430 MHz mehrere hundert, für verschiedene Lizenz-Typen; Kanal-Abstand 12,5 kHz   die Modacom-Frequenzen sind reserviert; private Netze z.B. am Flughafen Ffm: 450 - 470 MHz
Modacom U: 416,6375 – 417,0250 D: 426,6375 – 427,0250 MHz 32, Abstand 12,5 kHz   Netz im Sommer 2002 abgeschaltet
UMTS 1920 – 2170 MHz      
Datenfunk 433 433 MHz     nur niedrige Jahresgebühr
Datenfunk 868 868 MHz     nur niedrige Jahresgebühr
C-Netz U: 450 – 455,74 MHz
D: 460 – 465,74 MHz
    17.12.2003: die Frequenzen werden neu vergeben werden
Cityruf 465.970 MHz
466.075 MHz
466.230 MHz
    512 Bit/sec
1200 Bit/sec
1200 Bit/sec
GPS 1227.6 MHz (L2) und 1575.42 MHz (L1)     das L-Band geht von 390 MHz bis 1550 MHz
UHF 300 MHz - 3 GHz     (Sammelbegriff, keine Technik)
VHF 30 - 300 MHz     (Sammelbegriff, keine Technik)
Amateurfunk (viele Bereiche)     gebührenfrei
CB-Funk u.a. 27 MHz     gebührenfrei
Richtfunk zw. 300 MHz und 38 GHz      
CT2 864.1 - 868.1 MHz     digital; ETSI-Standard I-ETS 300 131
Satellitenfunk (viele Bereiche)     Iridium 1.6 GHz
ORBCOMM U: 148,00 – 150,05 MHz
D: 137,00 – 138,00 MHz
     
Technik Frequenz
(Uplink Downlink)
Kanäle Sendeleistung (Watt) Anmerkungen

Für die Frequenzordnung ist in Deutschland die Bundesnetzagentur (früher RegTP) zuständig. Am 19.12.2003 veröffentlichte die RegTP erstmalig einen vollständigen Frequenznutzungsplan (FreqNP) für Deutschland für alle Frequenzen von 9 kHz bis 275 GHz. Die aktuelle Version in 2019 wurde am 6. März 2019 veröffentlicht und definiert die Frequenznutzungen in den Frequenzbereichen von 0 kHz bis 3000 GHz.

Der Antennenhersteller Kathrein stellt Infos zu Funk-Spektren bereit, bei denen die zu den verschiedenen Frequenzen und Techniken passenden Antennen bestimmt werden.

Weitere Informationen zu Frequenzbereichen findet man auch auf der Wikipedia unter dem Thema Frequenzband.

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