GSM-Netze (T-Mobile, Vodafone D2, E-Plus, O2)

Drei Dinge braucht man, um per GSM Daten, Faxe oder kurze Nachrichten zu übertragen:

In Deutschland kann man in vier GSM-Netzen Daten und Faxe übertragen sowie Kurznachrichten verschicken: T-Mobile von T-Mobile (früher T-D1), Vodafone, E-Plus von E Plus Mobilfunk (jetzt Teil von O2) und seit dem Herbst 1998 auch im E2-Netz von O2 (gestartet als VIAG Interkom). Mit den zusätzlichen UMTS-Lizenznehmern MobilCom und Quam waren es zwischendurch sechs geworden. Dabei trat Quam von Anfang an mit eigenen Karten auf, während die MobilCom-Kunden noch mit Karten der "alten" Anbieter telefonieren. Am 15.11.2002 stellte Quam sein operatives Geschäft ein. Und mobilcom ist kein eigenständiger Netzbetreiber (mehr); die UMTS-Lizenz wird nicht selber genutzt werden, man ist wieder "normaler" Service-Provider.

Dafür war 2006 die Materna-Tochter vistream zum "Club" gestoßen. vistream nutzte eine Vorwahl, die E-Plus zugeteilt wurde, und von denen an vistream untervermietet wurde. Aber vistream war tatsächlich ein eigener Netzbetreiber mit allen Dienste-Angeboten und eigenständigen Roaming-Abkommen. Sie wurden aber Anfang 2012 von Telogic übernommen, und die haben schon im September 2012 "dicht" gemacht …

  T-Mobile   Vodafone Deutschland  
E-Plus   wurde Ende 2014 übernommen von   O2

     Das Copyright für die Logos liegt bei den jeweiligen Netzbetreibern.

Hier die GSM-Mobilfunk-Netze in Österreich und in der Schweiz, in denen man, wie in praktisch jedem GSM-Netz weltweit, Daten und Faxe übertragen sowie Kurznachrichten verschicken kann:
Österreich: Mobilkom Austria (A1), T-Mobile Austria (früher Maxmobil), One (Connect), tele.ring, Tele2Mobil und der reine UMTS-Netzbetreiber Hutchison 3G Austria, kurz: 3.
Schweiz: diAx (sunrise), Orange und Swisscom. Dazu in&phone, die seit März 2004 eine GSM-Lizenz haben, sich auf GSM In-House Projekte konzentrieren und ansonsten das Netz von sunrise per nationalem Roaming nutzen.

Im August 1999 gab es 347 GSM-Netzbetreiber in 133 Ländern. Im Sommer 2001 schon rund 420. Alle Netze weltweit incl. Roaming- und vielen weiteren Detail-Infos findet man bei der GSM Association (GSMA). Dort gibt es auch eine komplette Liste aller GSM-Netze.

Die GSMA liefert auch Informationen über internationale Roaming-Abkommen. Für Kunden der deutschen Netze und von Swisscom lohnt sich aber ein Besuch auf der Seite roamingpartner.de mehr, denn da erfährt man wesentlich detaillierter alles Interessante über die Roaming-Abkommen, nach Ziel-Ländern sortiert.

Man kann entweder direkt bei einem dieser Netzbetreiber Kunde werden, oder man entschiedet sich für einen Service-Provider, weil die z.B. günstigere Tarife haben, oder andere andere gewünschte Leistungen anbieten können, die die Netzbetreiber nicht (oder teurer) liefern. Auch in Deutschland etablieren sich langsam die Virtuellen Mobilfunk-Netzbetreiber (MVNO, Mobile Virtual Network Operator). Das sind Netzbetreiber, die keine eigene Infrastruktur haben, ähnlich wie Service-Provider, die aber gegenüber den Kunden genau wie "richtige" Netzbetreiber agieren. Mehr dazu auf der MVNO-Seite.

Auf Dafu finden Sie auch eine Übersicht der Datenfunk-Produkte und -Dienstleistungen von T-Mobile (früher DeTeMobil) und der Vodafone-D2-Datendienste.

Natürlich wissen Sie, daß Mannesmann Mobilfunk das D2-Netz aufbaute, aber hier finden Sie noch einige Hintergrund-Infos und Zahlen über das beeindruckende Wachstum der Teilnehmerzahlen. Allerdings gibt es leider kaum Informationen über die Anzahl der Kunden, die regelmäßig auch Datendienste und Fax-Versand nutzen :-( Aber zu den extrem erfolgreichen SMS-Nutzer-Zahlen und zu der Zahl der UMTS-Handys im Netz.

Die Telekom startete das D1-Netz 1991 in den Gebieten Stuttgart, Frankfurt und Köln. Auch D2 startete 1991. Aber erst im Juli 1992 gab es die ersten zugelassenen Telefone, sodass Kunden tatsächlich in den beiden D-Netzen telefonieren konnten. E-Plus' erste mit Funk versorgte Stadt war ab dem 27.5.1994 Berlin. Und O2 startete als Viag Interkom am 1.10.1998 erstmal in einigen großen Städten.

VIAG Interkom startete mit dem Netzbetrieb ja erst im Oktober ´98. Zu diesem Zeitpunkt waren mit eigenen Sendern nur die wichtigsten Ballungsräume versorgt. Trotzdem stand das E2-Netz von Anfang an flächendeckend in der Bundesrepublik zur Verfügung. Das wurde möglich durch ein Abkommen mit der schweizer Swisscom, die ihrerseits wieder Roaming-Abkommen mit D1, D2 und E-Plus hat. Darüber, und mit Hilfe von Dual-Band-Handys, die sich sowohl in GSM-900 als in GSM-1800-Netze einbuchen können, wurde eine Flächendeckung realisiert. Seit 1999 (genaues Datum ist mir nicht bekannt) gibt es ein direktes Roaming-Abkommen mit T-D1: D1-Direktroaming.

Die Vorwahlen sagen derzeit meistens noch aus, in welchem Netz der Kunde telefoniert. Aber mit Einführung der Rufnummern-Portabilität (MNP = Mobile Number Portability; in Deutschland seit November 2002) ist das nicht mehr immer der Fall. Hier die Zuteilung der MSISDN-Bereiche zu den Netzbetreibern: T-Mobile: 01511, 0160, 0161, 0170, 0171, 0175, Vodafone D2: 01520, 0162, 0172, 0173, 0174, E-Plus: 0163, 0177, 0178, O2: 0176, 0179, vistream: 01570 (seit dem 15.11.2005).

Die 015x-Bereiche waren eigentlich für UMTS vorgesehenen, werden aber auch schon für GSM vergeben. Nachdem klar wurde, dass Quam und mobilcom keine UMTS-Netze mehr aufbauen werden, werden die Vorwahlen 0150 und 0156 erstmal nicht benutzt.
(0150 - Quam, 0151 - T-Mobile, 0152 - Vodafone D2, 0155 - E-Plus, 0156 - mobilcom, 0159 - O2)

Viele Handys oder PC-Cards, die man für die Datenübertragung in den GSM-Netzen verwenden kann, werden hier vorgestellt. Dazu kommt Software für Daten und Fax oder spezielle SMS-Software.

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