Satellitenfunk per Inmarsat

Die mittlerweile neun Inmarsat-Satelliten umkreisen die Erde auf geostationären Bahnen. Das bedeutet, daß jeder Satellit in 36.000 km Höhe immer an derselben Stelle "steht". Vier dieser neun Satelliten gehören zur dritten Generation. Diese zeichnet sich u.a. dadurch aus, daß sie sog. Spot Beams verwendet - die Funk-Power wird in Bereichen mit höherem Bedarf so verstärkt, daß Kommunikation auch mit einfacheren Terminals möglich wird, die der "Inmarsat-Phone Specification" genügen.

Anfang der 90-er galt für Inmarsat "20-20-20", 20 Kilogramm schwer, ungefähr 20 Mark pro Minute und 20.000 DM teuer. In einer Information von T-Mobil wurden 1997 gesunkene Endgeräte-Preise von 60.000 DM (1991) auf 6.000 DM (1997) und gesunkene Minuten-Preise von 15 DM (1991) auf 4,19 DM (1997) genannt. Mittlerweile ist die Nutzung von Inmarsat aber auch wirklich mobil möglich, und die Preise sind auf ein erträgliches Niveau gesunken. Deutsche Inmarsat-Infos von France Telecom Mobile Satellite Communications.

Der Satellitendienst Inmarsat-C wird oft auf Schiffen und auch bei international tätigen Speditionen eingesetzt. Die Software ShamCom von Shamrock gestattet den direkten, script-gesteuerten Nachrichten-Austausch über die Erdfunkstelle Raisting der Deutschen Telekom. Mitteilungen können damit sowohl an Inmarsat-C-Teilnehmer gesendet als auch von diesen (über die in der Erdfunkstelle vorhandene Mailbox) ausgelesen werden. Inmarsat-C eignet sich wegen der volumenabhängigen Tarifierung vor allem für kurze Nachrichten bis zu einigen tausend Zeichen.

Für umfangreichere Dateien eignen sich die Telefonie-Dienste Inmarsat-A, -B und -M in Verbindung mit Modems oder anderen Geräten, die die Datenrate von 64 kbit/s des analogen Inmarsat-A und des digitalen Inmarsat-B verarbeiten. Eine Anwendung aus der Praxis sind Übertragungssysteme für Hörfunk und Video von TransTel. So nutzt der WDR einen Smart als Ü-Wagen.

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