(D2´s und) Ericssons WebOnAir
Mit WebOnAir hat Ericsson eine Software entwickelt, die das Surfen im Internet auch mit den 9.600 bps in
GSM-Netzen mit akzeptabler Geschwindigkeit erlaubt. Auf der Netzbetreiberseite wird ein Proxy installiert,
und auf der Client-Seite ein Client, der als Proxy konfiguriert wird. Mannesmann Mobilfunk (MMO)
hat diese Funktionalität in seinem D2-Netz als erster Netzbetreiber bereitgestellt.
Interactive Networks betreibt dieses Internet-Gateway für MMO.
Wenn Ihnen der Begriff "High-Speed Proxy" begegnet - damit ist dasselbe gemeint.
Wenn Sie sich eine Webseite (den HTML-Code, die Grafiken, ...) ansehen, finden Sie eine Menge von Daten,
die das Erscheinungsbild zwar interessant gestalten, zum Verständnis des Inhaltes nicht unbedingt
erforderlich sind. Hier eine Liste der Sparmöglichkeiten, die bei WebOnAir alle konfigurierbar sind:
- Kommentare im HTML-Code
- überflüssige Formatierungen (z.B. Format-Anweisungen für leere Tabellenzellen)
- Javascript
- Java-Code
- Auflösung von GIF- und JPEG-Grafiken (kann in mehreren Stufen konfiguriert werden)
- fast alle Grafiken kann man auch in schwarz-weiß gut erkennen
- Hintergrund-Grafiken sind zum Verständnis des Inhaltes einer Webseite nicht erforderlich
- Sound und Videos lässt man auch bei schnellen Leitungen oft weg
Wenn man diese Features nutzt, kommt etwa die zwei- bis vierfache Datenrate zustande; über eine
9.600 bps-GSM-Verbindung surft man also in etwa mit der Geschwindigkeit eines V.34-Modems.
Im Gegensatz zu WAP ist WebOnAir für "Full Size Clients" konzipiert, also für Notebooks mit
Windows 95/98/NT Betriebssystem. Die Technik ist allerdings auch für WAP, und auch für andere
(Funk-)Netzwerke wie DECT, CDMA, ... geeignet.
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